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Fokussierung

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Fokus: Sicherheit

Risiken beherrschen oder vermeiden.


Die Zielvorgabe des Anlegers für diesen Vermögensbaustein lautet: Ich möchte die bestmögliche Rendite erreichen, die ich mit dem vorgegebenen Risiko in dem vereinbarten Zeitraum erzielen kann.

Die Grundregeln für den Erfolg dieser Anlagefokussierung lauten:

  • Der Anleger akzeptiert die Rendite, die durchschnittlich mit seiner Risikovorgabe erreichbar ist.
  • Der Einstieg und der Ausstieg in schwankende Märkte erfolgt über Smoothing oder Durchschnittskosten.
  • Diversifikation vor Konzentration (Risiko des Ausfalls vermeiden). 
  • Messfaktoren für das Risiko werden vereinbart und entscheiden über das zukünftige Handeln.
  • Es gibt kein Market-Timing (Glaskugel) und keine eierlegende Wollmilchsau (Rendite ohne Risiko).
  • Passiv vor aktiv: Managerrisiken werden nur begrenzt eingegangen und Kosten vermieden.

Das Idealmodell dieser Fokussierung ist die perfekte Streuung in alle Vermögenswerte dieser Welt, um die durchschnittliche Rendite zu erzielen und das Einzelrisiko komplett auszuschalten. Der Aufbau erfolgt über Durchschnittskosten.

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Fokus: Wachstum

Gewinne über dem Durchschnitt erzielen und nur die dafür notwendingen Risiken eingehen.


Die Zielvorgabe des Anlegers für diesen Vermögensbaustein lautet: Ich möchte die festgelegte Rendite erreichen und bin bereit die dafür notwendigen Risiken  einzugehen und auch den dafür notwendigen Zeitraum einzuhalten.

Die Grundregeln für den Erfolg dieser Anlagefokussierung lauten:

  • Die Rendite der Anlage soll besser sein als die Durchschnittsrendite am breiten Markt mit derselben Risikoklasse.
  • Das Portfolio wird antizyklisch geführt. Bei Kursrückgängen kauft der Anleger nach, bei Kursanstiegen ist er zu Gewinnmitnahmen bereit.
  • Selektion vor Diversifikation. Diversifikation bedeutet Durchschnitt.
  • Eigene Meinung vor Marktmeinung. Um besser als der Markt zu sein, muss der Anleger oder der Portfoliomanager eine eigene Meinung vertreten.
  • Niemals die Strategie in schlechten Zeiten aufgeben müssen. Immer genügend Liquidität für den Lebensunterhalt und die eigenen Bedürfnisse und Nöte zur Verfügung haben.

Das Idealmodell dieser Fokussierung ist die bestmögliche Entscheidung zu treffen. Durch Selektion und Timing soll eine höhere Rendite erzielt werden, als der Durchschnittsmarkt mit demselben Riskobudget erreicht.

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Fokus: Besitz

Vermögenswerte, die Sie kaufen und dauerhaft besitzen möchten (Buy & Hold).


Die Zielvorgabe an diesen Vermögensbaustein lautet: Ich kaufe mir Besitztümer mit dauerhaftem Wert, die ich im Idealfall nicht mehr verkaufen muss, aber immer verkaufen kann (Buy & Hold).

Die Grundregeln für den Erfolg dieser Anlagefokussierung lauten:

  • Die Anlagen werden ausschließlich und regelmäßig auf langfristige Werthaltigkeit geprüft. Ist diese gegeben, dann bleiben die Anlage im Depot. Die Rendite ist uninteressant. Der aktuelle Wert ist uninteressant. 
  • Im Grunde bestehen zwei Strategien, einmal die Vorgehensweise der Konzentration auf ausgewählte Besitztümer und einmal die theoretisch weltweite Diversifikation in alle mögliche Vermögenswerte.
  • Besitz ist das Gegenteil von Handel und Spekulation.

Das idealistische Bild ist für Wertpapierbesitz beschreibt  Herrn Kostolany: Sofern man vom dauerhaften Wert des Unternehmens überzeugt ist, sollte man die gekauften Aktien unter das Kopfkissen legen und 10 Jahren nicht anschauen.

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Fokus: Ausschüttungen

Die Anlage soll die vorgegebene Jahres-Ausschüttung erwirtschaften und nur die hierfür notwendigen Risiken eingehen.


Die Zielvorgabe an diesen Vermögensbaustein lautet: Die Anlage soll die vorgegebene Jahres-Ausschüttung erwirtschaften und hierfür die notwendigen Risiken eingehen dürfen. Der Zeithorizont ist sehr langfristig (über 15 Jahre) zu kalkulieren.

Die Grundregeln für den Erfolg dieser Anlagefokussierung lauten:

  • Die Kapitalerträge müssen erwirtschaftetet sein und sollen nicht aus der Substanz der Anlage erfolgen.
  • Substanzentnahmen sind abzusprechen und einzuplanen.
  • Die Anlagen werden oppertun zum Marktgeschehen ausgewählt.
  • Wichtig sind die Kapitalerträge/Zuflüsse und nicht die Kursentwicklung.
  •  Ausfallrisiken gilt es stetig zu überwachen und zu bewerten.

Das Idealbild dieser Anlage entspricht einer Kuh, die Tag für Tag den Landwirt und seine Familie versorgt.


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Neutral mit Anlagehorizont

In dem von Ihnen vorgegebenen Zeithorizont die Durchschnittrendite je nach Risikottragfähigkeit erreichen.


Die Zielvorgabe an diesen Vermögensbaustein lautet: Die Anlage soll die aktuelle durchschnittliche Rendite in Bezug auf meinen genannten Anlagehorizont und meine ermittelte Risikotragfähigkeit erzielen.

Die Grundregeln für den Erfolg dieser Anlagefokussierung lauten:

  • Es bestehen nur zwei Anlagen, eine dem Anlagehorizont entsprechend maximal sichere Anlage und eine langfristig maximal sichere Anlage mit der höchsten Renditechance.
  • Die Rendite und auch das Risiko der Vermögensanlage soll immer den aktuellen Marktmöglichkeiten entsprechen.
  • Die Risikotragfähigkeit des Anlegers ist durch den Berater möglichst effektiv und messbar zu erheben. Sie dient zusammen mit dem Anlagehorizont als  Entscheidungsfaktor für die prozentuale Verteilung zwischen den beiden Anlageformen.
  • Der aktuelle Markt (Aktien-, Zins-, Immobilien, Goldmarkt) soll nicht bewertet werden. Die aktuelle Höhe des Preises entspricht den vorherrschenden Informationen und ist vom Markt korrekt bewertet. Käufe und Verkäufe werden somit niemals vom aktuellen Marktgeschehen beeinflusst. Es ist wie es ist.

Das Idealmodell dieser Fokussierung ist einerseits die maximale Vereinfachung des Marktes und andererseits die Vorgabe, dass alle Entscheidungen einzig durch den Anlagehorizont und die Risikotragfähigkeit des Anlegers zum Zeitpunkt der Entscheidung beeinflusst werden. 

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Fokus: Nachhaltigkeit

Ihre Nachhaltigkeitsvorgabe steht in der Priorität vor Rendite oder Risiko.


Die Zielvorgabe an diesen Vermögensbaustein lautet entweder: Nachhaltigkeit und Wirkung (Impact) stellen für mich eine Art Sozialrendite dar oder Anlagen die nicht den Wertvorstellungen von nachhaltigem Wirtschaften (ESG) entsprechen, sollen ausgeschlossen werden.

Die Grundregeln für den Erfolg dieser Anlagefokussierung lauten:

  • Die Auswahl des Impactes auf die Gesellschaft oder die Umwelt wird vom Anleger vorgegeben.
  • Der Anleger ist sich bewusst, dass das Verlustrisiko der Anlage zunimmt, je stärker eine soziale Wirkung umgesetzt werden soll.  Das heißt: "Je höher die Sozialrendite ausfällt, umso höher ist das Risiko eines Substanzverlustes."
  • Sofern lediglich eine Selektion durch Entfernung "böser Anlagen" durchgeführt wird, verbleibt ein unbestimmter Restmarkt ohne Steuerungsmöglichkeit. Um aus diesem wiederum die richtige Anlageauswahl zu treffen, ist eine der obigen 5 Fokusierungen hinzuzufügen. 

Das Idealbild der nachhaltigen Anlage ist ein messbarer Impact auf die Gesellschaft und die Umwelt.