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Der Vermögensspeicher: Geld ist kein Vermögen!

Die Notwendigkeit der Speicherung von Kaufkraft trennt Geld und Vermögenswerte in Liquidität und in den Vermögensspeicher. Während die Liquidität stetig an Kaufkraft verliert, wie einem Ballon dem die Luft ausgeht, soll der Vermögensspeicher die Kaufkraft erhalten oder sogar steigern. Jeder, der Kaufkraft speichern möchte, darf sich somit um die Strukturierung seines Vermögensspeichers Gedanken machen.


Die Vermögensstruktur trennt Geld und Vermögenswerte anhand ihrer geplanten Anlagedauer. Der Strich zwischen den beiden Grundeinheiten verdeutlicht jedoch auch einen wichtigen Punkt in der Planung der Vermögensstruktur; Liquidität ist in der Bedeutung diametral zu den Vermögenswerten.

Kernaussagen zur Liquidität:

Der Besitz von benötigter Liquidität bedeutet für den Anleger:

  • maximale kurzfristige Sicherheit und maximale Freiheit in seinen Lebensentscheidungen.
  • Unabhängigkeit von Marktschwankungen oder gar Krisen (Rezession).
  • Wohlgefühl von Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit.
  • Einkommenspolster und somit größere Entscheidungsfreiheit in der Gestaltung der Einkommenserzielung.
  • Die Option in günstige Märkte einsteigen zu können.
  • Vertrauen in die Zentralbank und in das politische System.
  • Entscheidungsverzicht oder Entscheidungsverzögerung in Bezug auf den Erwerb von Vermögenswerten.
  • Verzicht auf Rendite und somit Reduzierung der langfristigen Gesamtrendite.
  • Realen Wertverlust durch Inflation.
  • Dient nur sehr eingeschränkt als langfristiger Speicher von Vermögen. Enorm langfristig gesehen ist Geld praktisch nichts wert.

Der Besitz von nicht benötigter Liquidität bedeutet für den Anleger:

  • Unwohlsein.
  • Druck, was machen zu müssen, weil die Gesamtrendite der gesamten Vermögensstruktur durch einen hohen Anteil an Liquidität eine immer geringere rendite abwirft.
  • Schnellschüsse, weil man die hohe und als Ballast empfundene Liquidität los werden will.
  • Oftmals Kauf von Vermögenswerten zu Höchstpreisen, weil
  • man nicht mehr warten kann.
  • man dem Herdentrieb folgt.
  • der Markt Druck ausübt (Bankberater, Immobilienverkäufer, …).

Der Umgang mit Liquidität erfordert daher die ständige Kontrolle dahingehend, dass einerseits immer genügend Liquidität vorhanden ist und man nie in eine Zwangslage kommt, anderseits dass sich nie zuviel Liquidität aufbaut.


Kernaussagen zu Vermögensanlagen:

Der Besitz von Vermögenswerten bedeuten für den Anleger:

  • langfristiger Werterhalt der heutigen Kaufkraft (Inflationsausgleich), weil Sachwerte sich an die Inflation anpassen
    Chance auf Wertsteigerung oberhalb der Inflationsrate und somit eine einkommensunabhängige Steigerung des Gesamtvermögens.
  • Erwirtschaftung von Einkommen zur Finanzierung des Lebensstandards.
  • Einzige Möglichkeit zur eigenverantwortlichen Speicherung der Arbeitsenergie und somit der Finanzierung des Einkommens im Alter.
  • Das Risiko bestehende sichere (Geld-) Werte zu vernichten,
    indem man (Vermögens-) Werte zu teuer einkauft (z.B. Aktien, Immobilien) (Vermögens-) Werte zu billig verkauft,
    indem man vermeintliche Werte kauft, die zukünftig nichts mehr wert sind (einzelne Aktien, Kunst, Bitcoins?, Porzellan, Silberbesteck, Tücher, Sammlungen, …),
    indem man Werte kauft, die laufende Kosten erzeugen (z.B. Verwahrung von Gold und Schmuck, Lagerung von Wein oder Teppichen, Versicherung für Kunst, Uhren, …),
    indem Man Werte kauft, die einen hohen Verwaltungsaufwand erfordern (z. B.: außerbörsliche, direkte Firmenbeteiligungen, ausländische Immobilien),
    indem man Werte kauft, die einen hohen Zeitaufwand erfordern (z. B. pflegeintensive Grundstücke),
    indem man Werte kauft, die für den Werterhalt spezielles Wissen oder Fertigkeiten erfordern (z. B. Oldtimer pflegen).
  • Die Aufgabe der Kontrolle der Vermögenswerte hinsichtlich der nachhaltigen Wertigkeit anzunehmen und auszufüllen.
  • Den Kaufpreis für die Vermögensgegenstände (mit schlechter Rendite) anzusparen.
  • Die persönliche Vermögensstruktur als Gesamtbild zu verstehen und sie gezielt aufzubauen.

Der Umgang mit den Vermögenswerten erfordert ein gutes Verständnis über die Eigenschaften, Risiken und Chancen der bestehenden und zu erwerbenden Vermögenswerte und gleichzeit eine Vorstellung, wie das Gesamtvermögen in der Zukunft aussehen soll. Generell sollte man Risikoklumpen vermeiden, außer man hat eine sehr gute Risikotragfähigkeit in diesem Gebiet.


Herausforderungen bei der Transformation von Liquidität in Vermögenswerte




  • Geld ist langfristig nicht sicher und verliert durch Inflation an Wert

Der Wert auf dem Konto bleibt zwar nominal erhalten (schließt man negative Zinsen aus), verliert jedoch an Kaufkraft.


  • Das Timing-Problem

Der Preis von Vermögenswerten wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Je nach Vermögenswert, Marktsituation und  Marktplatz können die Preise stark vom Mittelwert abweichen. Das ist jedem bekannt, doch wo sind die Preise gerade? Hoch? oder doch nur durchschnittlich? Problem dabei: Sind die Preise beim Kauf sehr hoch, dann verliert der Käufer auf langfristige Sicht entsprechend an Wert. Der Einkauf von überteuerten (Ost-) Wohnungen hat schon viel Kapital vernichtet. Ebenso der Einkauf von überteuerten Aktien (Telekom). Aus Angst vor dem Timing-Problem (und womöglich eignen Erfahrungen) kaufen viele Menschen zum Beispiel keine Aktien.


  • Das Problem hoher Anschaffungspreise (Immobilien)

Immobilien, Grundstücke, Oldtimer, Luxusuhren, Kunstgegenstände, ... haben oft die Hürde des hohen Einstiegspreises. Oftmals hat der Anleger nicht die Möglichkeit in die gewünschte Anlage zu investieren, zumindest jedoch kann er sein Vermögen aufgrund der hohen Kaufpreise nicht diversifizieren. Somit entstehen Klumpenrisiken in der Vermögensstruktur.

  • Das Ansparproblem

Insbesondere für den Immobilienerwerb müssen Käufer jahrelang ansparen. Während des Ansparvorgangs verzichten die potentiellen Käufer auf eine adäquate Rendite und realisieren zumeist Inflationsverluste. Oftmals gehen gezielte Ansparung und Geldhortung ganz nahe beieinander. Die Hortung von Geld ist eine volkswirtschaftliche Katastrophe und verstärkt oftmals noch die Preisschwankungen der Vermögenswerte.


  • Das Wiederverkaufsproblem

Da jeder Kauf eine Fehlentscheidung sein kann, kaufen Anleger gerne Anlagen mit langem Anlagehorizont. Preisschwankungen mögen Anleger auch nicht, daher ist eine Anlage ohne Preisfestsetzung (illiquide Anlagen) dem Anleger genehm. Die beste Anlage ist somit langfristig, ohne Preisfestsetzung und mit Garantie. Diese Produkte (Lebensversicherungen und illiquide Sachwertefonds) haben jedoch ein Wiederverkaufsproblem. Falls es wider Erwarten doch Schwierigkeiten auftauchen, dann kann man diese Anlagen nur mit Verlust oder gar nicht verkaufen. Das ist wie Autofahren ohne Lenkrad und ohne Bremse.


  • Emotionale Herausforderungen

Wir möchten keine Fehlentscheidungen bedauern und leider ist jeder Kauf eines Vermögensgegenstandes eine potentielle Fehlentscheidung. Zumindest in den nächten 5 Jahren stehen die Chancen bei ca. 40 %, dass wir aufgrund von Marktschwankungen auch den besten Kauf bedauern müssen.

Je komplexer der Vermögensgegenstand, umso weniger mögen wir uns entscheiden. Es könnte ein Fehler sein.

Vermögensgegenstände lassen sich nur schwer kontrollieren, einen Kontrollverlust können wir jedoch kaum ertragen. Wir brauchen unsere Kontrollillusion zum leben.

Jede Schwankung nach unten ist für den Anleger ein Schlag in die Bauchgegend. Leider kann unser Gehirn physische und psychische Schmerzen nicht unterscheiden. Vermögen aufbauen ist folglich schmerzhaft. Dann doch besser Geld horten?


Die Zerschlagung des Gordischen Knotens des Vermögensaufbaus: Bauen Sie Ihr Vermögen konstant regelmäßig mit werthaltigen Investmentfonds auf. Die Vorteile:

  • Durch den regelmäßigen Kauf kaufen Sie die gewünschten Vermögenswerte zu einem Durchschnittspreis ein, Sie erleiden bei werthaltigen Anlagen auf die Dauer garantiert keine Verluste!
  • Sie können von Anfang an diversifizieren und haben kein Klumpenrisiko. Fast alle Vermögenswerte (Zinsen, Immobilien, Gold, Aktien, ...) sind auch als Investmentfonds zu kaufen.
  • Sie horten kein Geld und verlieren keine Rendite in der Ansparphase.
  • Gehen die Preise zurück, dann freuen Sie sich, denn Sie kaufen neue Anteile zu günstigeren Preisen ein. Keine Bauchschmerzen mehr!
  • Kontrolle ist kaum nötig, die Kurse nachhaltiger Werte entwickeln sich langfristig stetig nach oben.